Abroadmode
Suche Seite durchsuchen
Menü Abroadmode
Farbschema
Sprache Sprache wählen
Zurück zum Blog
Anleitungen

eSIM Vietnam 2026: Anbieter-Vergleich, Kosten & Netzabdeckung

eSIM Vietnam 2026: Anbieter-Vergleich, Kosten & Netzabdeckung

Google Maps und Grab. Für genau diese zwei Apps brauchst du in Vietnam mobiles Internet, und beide verbrauchen erstaunlich wenig. Wer nach „eSIM Vietnam“ googelt, landet trotzdem fast nur auf Shop-Seiten, die dir große Pakete oder gleich „Unlimited“ verkaufen wollen. Ich halte das für einen der teuersten Denkfehler bei der Reiseplanung. Knapp hinter dem deutschen Handyvertrag, den man aus Bequemlichkeit einfach im Roaming weiterlaufen lässt.

Hier steht, was eine eSIM für Vietnam 2026 kostet, welches der drei vietnamesischen Netze außerhalb von Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt noch Empfang hat und wo selbst das beste Netz aufgibt. Wichtig vorab: Wir haben die Tarife nicht selbst vor Ort getestet. Alles hier stammt aus Anbieterangaben, Netzbetreiber-Daten und Reiseforen, und ich sag dir jeweils dazu, woher.

1

Brauche ich für Vietnam überhaupt eine eSIM?

Zwingend nicht. Wer fast nur im Hotel und im Café online geht, kommt mit WLAN durch, das liest man in Reiseforen immer wieder. Sobald du aber unterwegs ein Grab bestellst, dich in der Altstadt von Hoi An verläufst oder im Sleeper-Bus wissen willst, wo du gerade bist, brauchst du mobile Daten. Wer noch nicht genau weiß, wie eine eSIM im Ausland grundsätzlich funktioniert, findet dort die Basics. Hier geht's direkt um Vietnam.

Und warum nicht einfach den deutschen Tarif nehmen? Vietnam liegt außerhalb der EU, die Regel „Roam like at home“ gilt dort also nicht. Was Telekom, Vodafone und O2 aktuell pro Tag für Vietnam berechnen, hab ich hier bewusst nicht eingetragen: Die Tarife ändern sich laufend, und ich konnte sie für September 2026 nicht sauber belegen. Ein Blick in deine Tarif-App vor dem Abflug dauert zwei Minuten. Die Rechnung hinterher zu reklamieren dauert länger.

Wie groß der Unterschied werden kann, zeigt ein Fallbeispiel von GSMA Intelligence: Ein Reisender zahlte in Japan früher über 6 Pfund Roaming pro Tag, stieg dann auf eine Reise-eSIM für rund 13 Pfund für 10 GB um und hat seit 2022 über mehrere Reisen etwa 630 Pfund gespart. Japan, nicht Vietnam. Die Rechnung geht aber genauso.

Interessanter finde ich eine andere Zahl aus derselben Quelle. In einer Umfrage unter Reisenden aus elf Ländern hatten nur 12 % im vergangenen Jahr überhaupt eine eSIM im Ausland genutzt, und mehr als 70 % davon nahmen das eSIM-Roaming ihres eigenen Heimatanbieters.

Gleichzeitig beziffert Travel Daily News den eSIM-Anteil unter Reisenden in der Sommersaison 2026 auf 28,1 %, nach 19,0 % im Vorjahr, gestützt auf Daten von GSMA Intelligence. Beißt sich das? Ich glaub, die beiden Zahlen messen einfach Verschiedenes. So oder so gehörst du mit einer eigenen Reise-eSIM 2026 noch zur Minderheit.

Lokale Vietnam-eSIM oder internationale Reise-eSIM?

Zwei Wege, ein Unterschied: wo du kaufst. Eine lokale eSIM bekommst du direkt bei einem vietnamesischen Netzbetreiber. Eine internationale Reise-eSIM kaufst du bei Anbietern wie Airalo, Holafly, Saily oder Gigago, die Datenkontingente bei einem Netz vor Ort einkaufen und weiterverkaufen.

Ein eigenes Touristen-eSIM-Programm an den Flughäfen Noi Bai (Hanoi), Tan Son Nhat (Ho-Chi-Minh-Stadt) und Da Nang betreibt Viettel, wie gohub.com beschreibt. Du bist dann direkt im Viettel-Netz, ohne Zwischenhändler. Dafür kaufst du erst nach der Landung, stehst am Schalter und brauchst deinen Pass.

Die internationalen Anbieter drehen das um. Installiert wird zu Hause im WLAN, und wenn der Flieger in Hanoi aufsetzt, bist du online. Auf welchem vietnamesischen Netz so ein Tarif tatsächlich läuft, steht meist in den Tarifdetails. Genau diese Zeile würde ich vor dem Kauf lesen, noch vor dem Preis.

2

Viettel, Vinaphone oder MobiFone: Welches Netz ist das beste?

Für eine eSIM in Vietnam außerhalb der Großstädte gilt: Viettel. In Hanoi, Da Nang und Ho-Chi-Minh-Stadt kommst du mit allen drei Netzen gut klar, die Unterschiede zeigen sich in den Bergen, auf dem Wasser und auf dem Land.

Die Zahlen dahinter sind ziemlich eindeutig. Die 5G-Netze deckten im Juli 2026 zusammen rund 92 % der Bevölkerung ab, über 40.000 Basisstationen, die meisten davon nicht in Hanoi oder Saigon, sondern genau dort, wo du sie als Reisender testest: auf dem Land. Das zeigt eine Marktanalyse zum vietnamesischen 5G-Ausbau. Viettel allein meldet 90 % 5G-Abdeckung im Freien und 70 % in Innenräumen.

Und der Vorsprung wächst eher. Viettel will 2026 mit rund 20.000 zusätzlichen Stationen auf 98 % der Bevölkerung kommen, während VNPT, der Konzern hinter Vinaphone, im selben Zeitraum 50 bis 60 % anpeilt (beides aus derselben Analyse). 5G ist in Vietnam übrigens noch jung: Alle drei Betreiber haben es erst zwischen Oktober 2024 und Juni 2025 kommerziell gestartet. Netzvergleiche aus 2024 kannst du getrost ignorieren.

Warum ausgerechnet Viettel? Das Unternehmen begann als Telekom-Betrieb des Militärs, mit dem Auftrag, auch den Nordwesten und das zentrale Hochland zu erschließen, wie gohub.com in seinem Viettel-Review beschreibt. Also Masten an Orten, an denen sich ein rein ziviler Anbieter nie gerechnet hätte. Rund die Hälfte aller vietnamesischen Mobilfunkkunden hängt an Viettel, schätzt esimy.net.

MobiFone taucht in Reiseforen seltener auf, meist als solide Wahl für die Städte. Eine aktuelle, belastbare Abdeckungszahl hab ich für MobiFone nicht gefunden, deshalb steht hier auch keine.

Ehrlich gesagt ist „bestes Netz“ trotzdem eine Frage der Route. Klapperst du nur Hanoi, Hoi An, Da Nang und Saigon ab, würde ich keinen Aufpreis für eine Viettel-eSIM zahlen. Stehen Sapa oder eine Nacht in der Ha-Long-Bucht im Plan, schon.

3

eSIM Vietnam im Vergleich: Die Anbieter 2026

Ein Wort vorweg zu den Preisen. Reise-eSIM-Tarife ändern sich teils wöchentlich, und bei mehreren Anbietern konnte ich für September 2026 keinen Vietnam-Preis sauber belegen. Statt Zahlen zu raten, zeigt die Tabelle, worin sich die Anbieter wirklich unterscheiden. Die Preise, die sich belegen lassen, stehen weiter unten im Kostenrechner.

Anbieter Art Netz in Vietnam „Unlimited“ gedrosselt? Passt gut für Passt eher nicht für
Viettel Touristen-eSIM lokal, direkt beim Netzbetreiber Viettel je nach Paket, am Schalter fragen lange Reisen, Norden, Berge alle, die schon bei der Landung online sein wollen
Airalo internationaler Reseller laut Tarifdetails ja, tägliche Fair-Use-Grenze kurze Trips, Leichtnutzer wer absolut stabile Verbindung erwartet (Forenberichte gemischt)
Holafly internationaler Reseller laut Tarifdetails laut Recherche nahe an ungedrosselt viel Social Media, keine Lust zu rechnen wer mit wenig Daten auskommt
Saily internationaler Reseller laut Tarifdetails ja, tägliche Fair-Use-Grenze Normalnutzer, Verwaltung per App wer ungedrosselt streamen will
Gigago internationaler Reseller laut Tarifdetails k. A. Grab und Übersetzer (ein positiver Forenbericht) wer viele unabhängige Erfahrungen sucht

Stand: September 2026. Netz, Drosselgrenze und Hotspot-Regeln stehen in den Tarifbedingungen des jeweiligen Anbieters. Die ändern sich, also vor dem Kauf nachlesen.

Viettel direkt ist die logische Wahl, wenn du am Flughafen sowieso erst mal Dong abhebst und dir ein Grab rufst. Du sparst dir den Zwischenhändler, dafür stehst du nach einem Langstreckenflug noch am Schalter.

Bei Airalo, dem wohl bekanntesten Namen, sind die Erfahrungen in den Vietnam-Foren von TripAdvisor gemischt. Ein Reisender berichtet von stabilem Empfang von Hanoi bis Phú Quốc und problemlosem Aufladen, ein anderer von einer wackligen Verbindung bei einem neueren Kauf. Zwei Stimmen, keine Statistik. Aber es zeigt, dass der Markenname allein wenig garantiert.

Holafly? Das ist der Anbieter für alle, die ihr Datenvolumen nicht zählen wollen. Nach unserer Recherche gehören die Unlimited-Tarife von Holafly zu den wenigen, die nahe an echter ungedrosselter Geschwindigkeit liegen. Diesen Komfort zahlst du tendenziell mit einem höheren Preis pro Tag, den aktuellen Vietnam-Preis also direkt beim Anbieter gegenchecken.

Saily gehört zu Nord Security, der Firma hinter NordVPN, und läuft komplett über eine App. Feste Pakete, dazu Unlimited-Tarife mit täglicher Drosselgrenze.

Und Gigago: Über den Anbieter hab ich wenig Unabhängiges gefunden. Ein Reisender, der seine Gigago-eSIM über einen Visa-Dienstleister gekauft hatte, schrieb im selben TripAdvisor-Umfeld, sie habe für Google Translate und Grab die ganze Reise über perfekt funktioniert. Nett. Aber eben ein einzelner Bericht.

4

Was kostet eine eSIM für Vietnam? Der Kostenrechner

Für zwei Wochen mit normalem Datenbedarf liegst du bei einer vorab gebuchten eSIM grob bei 8 bis 18 US-Dollar (Stand September 2026). Eine physische Touristen-SIM vom Flughafen ist pro GB oft günstiger. Ob sich der Aufwand lohnt, ist eine andere Frage.

Die Preise hier stammen aus Anbieter- und Händlerangaben und stehen in US-Dollar, weil die Quellen sie so angeben. Die Spanne für physische SIMs nennt Saily in seiner Preisübersicht zu SIM-Karten in Vietnam, und Saily verkauft selbst eSIMs. Die Zahlen also mit einem kleinen Fragezeichen lesen.

Szenario Datenbedarf (Faustregel) eSIM vorab gebucht Physische SIM am Flughafen Preis pro GB
Transit oder Wochenende unter 1 GB ca. 4,00 US$ (Airalo, 1 GB, 3 Tage) lohnt kaum eSIM ca. 4,00 US$
1 Woche Städtetrip, Maps + Grab + Messenger 2 bis 3 GB ca. 10,50 US$ (Airalo, 5 GB, 30 Tage) ca. 6 bis 13 US$ (10 bis 30 GB) eSIM ca. 2,10 US$, SIM ca. 0,43 bis 0,60 US$
2 Wochen von Nord nach Süd, normale Nutzung 5 bis 10 GB ca. 8 bis 18 US$ (5 bis 10 GB, 7 bis 14 Tage) ca. 6 bis 13 US$ eSIM ca. 0,80 bis 3,60 US$
3 bis 4 Wochen, viel Social Media 20 GB und mehr Unlimited-Tarif, Preis live prüfen ca. 13 US$ für 30 GB SIM ca. 0,43 US$

Alle Preise: Stand September 2026, Richtwerte aus Anbieter- und Händlerangaben. Vor dem Kauf auf der Seite des Anbieters prüfen.

Pro GB schlägt die physische SIM die eSIM fast immer. Nur zahlst du dafür mit Zeit, dazu gleich mehr.

Und die absoluten Beträge sind klein. Laut cellesim.com lagen die durchschnittlichen Ausgaben für eine Reise-eSIM 2025 bei unter 15 US-Dollar pro Reise. Der Weltmarkt dahinter ist mit 3,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 übrigens rund 165 % größer als 2023. Vietnam liegt mit 8 bis 18 US-Dollar für zwei Wochen ziemlich genau im üblichen Rahmen.

Und das Roaming? Nimm nur mal die 6 Pfund pro Tag aus dem GSMA-Beispiel und rechne sie auf zwei Wochen hoch: 84 Pfund. Ein reines Gedankenspiel, das war ein Japan-Tarif, und dein Vertrag kann billiger oder teurer sein. Selbst die teuerste eSIM-Zeile in der Tabelle kommt da aber nicht ran.

5

Wie viel Datenvolumen brauchst du für deine eSIM in Vietnam?

Weniger, als die meisten denken. Navigation und Grab-Buchungen kosten kaum Daten, was dein Kontingent auffrisst, sind Videos mit Autoplay.

Nutzung Verbrauch (grob)
Google Maps, Navigation 3 bis 5 MB pro Stunde
Grab, eine Buchung 3 bis 5 MB pro Fahrt
Instagram oder TikTok mit Autoplay 0,5 bis 0,8 GB pro Stunde
WhatsApp-Nachrichten mit Fotos gering, keine belastbare Zahl gefunden

Richtwerte, Stand September 2026. Der echte Verbrauch hängt von Bildqualität und App-Einstellungen ab.

Rechne es mal durch. Drei Stunden Navigation am Tag, zwei Wochen lang: rund 210 MB. Eine Stunde TikTok am Abend, ebenfalls zwei Wochen: bis zu 11,2 GB. Das Scrollen im Hostel sprengt also das 10-GB-Paket, nicht die Route von Hanoi nach Hoi An.

Wenn du lieber selbst durchrechnest statt der Vietnam-Faustregel zu vertrauen: In unserer generellen Rechnung, wie viel GB du im Urlaub brauchst, steht die Methode für jedes Reiseziel.

Meine Faustregel für zwei Wochen, grob sortiert:

  • Leicht, also Maps, Grab, Messenger und mal was googeln: 3 bis 5 GB

  • Wer zusätzlich Fotos hochlädt und ab und zu Instagram öffnet, landet eher bei 5 bis 10 GB.

  • Viel Social Media mit Reels und Stories? Ab 15 GB, oder direkt Unlimited.

  • Remote arbeiten mit dem Laptop am Hotspot: Unlimited, aber vorher die Hotspot-Regeln im Tarif lesen, die können eingeschränkt sein.

Ein Tipp, der nichts kostet: Lad dir vor Sapa und der Ha-Long-Bucht die Offline-Karten in Google Maps runter. Warum, steht im übernächsten Abschnitt.

Und wenn das Datenvolumen doch ausgeht?

Dann buchst du bei den meisten Reseller-eSIMs einfach ein Top-up in der App nach, ohne neue eSIM zu installieren, solange noch ein Rest Daten oder ein WLAN da ist, um den Kauf abzuschließen.

6

Funktioniert die eSIM auch in Ha Long, Sapa, Phú Quốc und Phong Nha?

Erfahrungen mit der eSIM in Vietnam zeigen: In den Orten selbst meistens ja, dazwischen nicht überall. Die kritischen Stellen benennt ein Coverage-Guide von esimy.net ziemlich konkret, und sie decken sich mit dem, was Reisende in Foren schreiben.

Ha-Long-Bucht: Laut esimy.net bricht das Signal spürbar ein, sobald die Boote den Pier verlassen und aufs offene Wasser fahren. Plan die Bootstour also besser als Offline-Zeit ein. Wer auf einer Übernachtungstour arbeiten muss, hat ein Problem, das auch kein Unlimited-Tarif löst.

In Sapa selbst ist der Empfang laut derselben Quelle brauchbar, oberhalb des Ortes wird er dünn. Auf Trekkingrouten ab etwa 1.500 Metern Höhe gibt es echte Funklöcher. Genau dafür sind die Offline-Karten da.

Phong Nha ist schnell erklärt: In den Höhlen gibt es gar kein Signal, im Ort nur einfache Abdeckung (esimy.net). Wer in der Paradise Cave aufs Handy schaut statt an die Decke, macht aber ohnehin was falsch.

Für Phú Quốc gibt's keine belastbare Karte, nur Forenberichte. Im TripAdvisor-Forum schreibt ein Reisender, dass seine Airalo-eSIM von Hanoi bis auf die Insel zuverlässig lief, und mehrere Threads empfehlen für Phú Quốc, Ha Long und Sapa ausdrücklich Viettel-Tarife. Das passt zu den Netzzahlen weiter oben, ist aber kein Messergebnis.

7

eSIM oder SIM-Karte am Flughafen?

Preislich liegen beide inzwischen nah beieinander, pro GB ist die physische SIM oft sogar billiger. Der echte Unterschied ist Zeit. Und die Frage, ob du eine vietnamesische Nummer brauchst.

Für eine physische SIM legst du in Vietnam deinen Pass vor und lässt dich registrieren, inklusive biometrischer Erfassung. Das passiert am Schalter im Ankunftsbereich, nach dem Flug, oft in einer Schlange. Kürzer dürften die Schlangen kaum werden: Vietnam zählte in den ersten acht Monaten 2026 rund 15,9 Millionen internationale Ankünfte, ein Plus von 14,4 % gegenüber dem Vorjahr (Zahlen von Trading Economics). Bei einer eSIM von einem internationalen Anbieter fällt diese Registrierung vor Ort weg.

Physische SIM am Flughafen eSIM, vorab gebucht
Preis pro GB (Stand 09/2026) ca. 0,43 bis 0,60 US$ ca. 0,80 bis 3,60 US$
Wann online? nach der Registrierung am Schalter direkt nach der Landung
Registrierung Pass und biometrische Erfassung vor Ort online beim Anbieter, nichts vor Ort
Vietnamesische Nummer in der Regel ja meist nein, reiner Datentarif
Voraussetzung am Handy freier SIM-Slot eSIM-fähig, ohne SIM-Lock

Die fehlende Nummer klingt nach Nebensache. Ist sie meistens auch. Nur schreiben dir Unterkünfte und Guides in Vietnam gern über Zalo statt über WhatsApp, der Messenger ist dort allgegenwärtig. Soweit ich weiß, lässt er sich auch mit deiner deutschen Nummer einrichten. Kleiner Umweg, kein Drama.

Meine Einschätzung zur eSIM in Vietnam: Bis etwa drei Wochen würde ich sie nehmen. Die paar Dollar Aufpreis sind mir die Zeit am Schalter wert, gerade nach einem Nachtflug. Bist du länger unterwegs und verbrauchst viel, rechnet sich die physische SIM oder das Touristenangebot von Viettel. Wer ein älteres oder gesperrtes Handy hat, hat die Wahl ohnehin nicht.

8

Unlimited oder feste GB-Pakete: Was lohnt sich in Vietnam?

„Unlimited“ heißt bei einer eSIM in Vietnam bei fast allen Anbietern: unbegrenzt, aber gedrosselt. Nach einem Tageslimit, das meist irgendwo zwischen 3 und 10 GB liegt (Stand September 2026), surfst du stark gebremst weiter. Holafly bleibt, wie oben schon gesagt, die Ausnahme mit nahezu ungedrosselten Tarifen.

Brauchst du das? Wahrscheinlich nicht. Mit den Verbrauchswerten von oben kommst du mit Maps, Grab und Messengern nie auch nur in die Nähe von 3 GB am Tag. Unlimited lohnt sich, wenn du täglich Videos hochlädst, abends streamst oder den Laptop am Hotspot hängen hast. Für alle anderen ist ein festes Paket plus Top-up die günstigere Rechnung, und du lässt keine Kohle für Daten liegen, die du nie verbrauchst.

Mich nervt das Wort auf den Shop-Seiten. „Unlimited“ ist dort eher Marketing als Tarifbeschreibung, und das Kleingedruckte mit der Drosselgrenze findet man oft erst im dritten Klick.

9

Ist dein Handy eSIM-fähig? So klappt die Aktivierung vor der Abreise

Die meisten iPhones ab XS und XR und viele neuere Android-Geräte können eSIM. Ob deins dazugehört, zeigt der Code *#06#: Taucht eine EID auf, ist das Gerät eSIM-fähig. Außerdem darf dein Handy keinen SIM-Lock haben.

So läuft's in der Regel ab:

  1. Ein paar Tage vor dem Abflug kaufen und die eSIM per QR-Code oder App installieren, am besten zu Hause im WLAN. Bei vielen Anbietern startet die Laufzeit erst mit der ersten Verbindung in Vietnam, bei manchen schon mit der Installation. Das steht in den Bedingungen, und ich würde es lesen. (Für iPhones gibt's dazu eine eigene Schritt-für-Schritt-Anleitung.)
  2. Die eSIM in den Einstellungen umbenennen, etwa in „Vietnam“. Klingt banal, spart im Flieger aber das Rätselraten zwischen „Sekundär“ und „Reise“.
  3. Nach der Landung in Vietnam die mobilen Daten auf die eSIM umstellen und das Datenroaming einschalten. Das irritiert viele, ist bei internationalen Reise-eSIMs aber normal, weil sie technisch über ein Partnernetz laufen.
  4. Deine deutsche SIM bleibt aktiv, nur mit ausgeschaltetem Datenroaming. So kommen SMS-TANs von der Bank weiter an, ohne dass Daten über den deutschen Tarif fließen.

Geht nach der Landung gar nichts? Flugmodus einmal an und wieder aus, dann in den Netzeinstellungen manuell ein Netz wählen, in Vietnam also Viettel, Vinaphone oder MobiFone. Das löst nach allem, was man in Supportforen liest, die meisten Startprobleme. Hilft das nicht, findest du in unserem Überblick zu den häufigsten eSIM-Fehlern im Ausland weitere Lösungswege.

10

Welche eSIM ich für Vietnam nehmen würde

Die beste eSIM für Vietnam hängt am Ende von deiner Route ab. Für die klassische Zwei-Wochen-Route von Hanoi über die Ha-Long-Bucht und Hoi An bis Saigon: eine vorab installierte eSIM mit 10 GB, die im Viettel-Netz läuft. Reicht locker, und wenn nicht, gibt's das Top-up.

Mit Trekking in Sapa ändert sich am Tarif wenig. Da zählen die Offline-Karten mehr als der Anbieter.

Vier Wochen oder länger, mit viel Instagram? Dann würde ich am Flughafen die physische SIM oder das Viettel-Touristenpaket holen und die Wartezeit in Kauf nehmen. Holafly nur, wenn du wirklich keine Lust hast, Daten zu zählen, und dich der Aufpreis nicht stört.

Die gleichen Anbieter, Airalo, Holafly und Saily, tauchen auch in unserem Thailand-Vergleich auf, falls Vietnam nur eine Station auf deiner Südostasien-Route ist.

Egal welcher Anbieter: Lies vor dem Bezahlen die Zeile, auf welchem Netz der Tarif läuft. Die sagt dir in Vietnam mehr als der Markenname. Und falls du am Ende mit ein paar GB Rest nach Hause fliegst, war das kein Fehlkauf. Das ist Vietnam, wo das WLAN-Passwort gefühlt an jeder zweiten Café-Wand klebt, und wo sich eine eSIM für Vietnam trotzdem lohnt, sobald du unterwegs bist.

11

Häufig gestellte Fragen

Funktioniert eine eSIM in ganz Vietnam?

In Städten und touristischen Orten in der Regel ja. Echte Funklöcher gibt es aber, etwa auf offenem Wasser in der Ha-Long-Bucht, auf Trekkingrouten oberhalb von Sapa und in den Höhlen von Phong Nha. Ein Tarif im Viettel-Netz hat außerhalb der Großstädte die besten Chancen. Offline-Karten solltest du trotzdem vorher laden.

Welches Netz ist für Touristen in Vietnam am besten?

Viettel, sobald deine Route über Hanoi, Da Nang und Ho-Chi-Minh-Stadt hinausgeht. Der Betreiber meldet 90 % 5G-Abdeckung im Freien (Stand Juli 2026) und hat durch seine Geschichte als Militär-Telekom das dichteste Netz auf dem Land. In den Großstädten funktionieren Vinaphone und MobiFone ebenfalls gut.

Was kostet eine eSIM für Vietnam für zwei Wochen?

Für 5 bis 10 GB zahlst du bei einer vorab gebuchten eSIM grob 8 bis 18 US-Dollar (Stand September 2026). Eine physische Touristen-SIM am Flughafen kostet etwa 6 bis 13 US-Dollar für 10 bis 30 GB, braucht aber eine Registrierung mit Pass vor Ort. Die Preise ändern sich oft, also vor dem Kauf live prüfen.

Brauche ich in Vietnam eine Unlimited-eSIM?

Meistens nicht. Mit Google Maps, Grab und Messengern kommen die meisten mit 5 bis 10 GB für zwei Wochen aus. Viele Unlimited-Tarife drosseln außerdem nach 3 bis 10 GB pro Tag (Stand September 2026). Sinnvoll ist Unlimited vor allem bei viel Social Media oder Laptop-Arbeit per Hotspot.

Kann ich die eSIM schon in Deutschland installieren?

Ja, das ist sogar der bequemste Weg. Installiere sie ein paar Tage vor dem Abflug im heimischen WLAN per QR-Code oder App. Bei vielen Anbietern startet die Laufzeit erst mit der ersten Verbindung in Vietnam, prüf das aber in den Tarifbedingungen. Nach der Landung stellst du die mobilen Daten auf die eSIM um.

Bekomme ich mit einer Vietnam-eSIM eine vietnamesische Telefonnummer?

Bei internationalen Reise-eSIMs wie Airalo, Holafly, Saily oder Gigago in der Regel nicht, das sind reine Datentarife. Anrufe und Chats laufen dann über WhatsApp oder Zalo. Wer eine lokale Nummer braucht, nimmt eine physische SIM am Flughafen und fragt beim Kauf gezielt danach.

Quellen

  1. GSMA Intelligence gsmaintelligence.com
  2. Travel Daily News traveldailynews.com
  3. gohub.com gohub.com
  4. Marktanalyse zum vietnamesischen 5G-Ausbau marketresearchvietnam.com
  5. esimy.net esimy.net
  6. Vietnam-Foren von TripAdvisor tripadvisor.com
  7. Saily in seiner Preisübersicht zu SIM-Karten in Vietnam saily.com
  8. cellesim.com cellesim.com
  9. Trading Economics tradingeconomics.com

Ähnliche Beiträge