Abroadmode
Suche Seite durchsuchen
Menü Abroadmode
Farbschema
Sprache Sprache wählen
Zurück zum Blog
Anleitungen

eSIM Südafrika 2026: Anbieter-Vergleich & Kosten für die Safari-Reise

eSIM Südafrika 2026: Anbieter-Vergleich & Kosten für die Safari-Reise

„Im Busch gibt's sowieso kein Netz.“ Diesen Satz liest man in Safari-Foren ziemlich oft, meistens als Begründung, warum sich eine eSIM für Südafrika gar nicht lohnt. Er stimmt nur zur Hälfte. Der Safari-Veranstalter Aardvark Safaris hat bei den Camps, Lodges und Hotels nachgefragt, die er seinen Kunden empfiehlt: Rund 75 % haben irgendeine Form von Mobilfunksignal, etwa ein Drittel davon beschreibt es allerdings als lückenhaft. Eine eSIM Südafrika brauchst du also sehr wohl. Nur eben nicht für die Pirschfahrt um sechs Uhr morgens.

Das zweite Problem ist die Rechnung. Südafrika liegt außerhalb der EU, das Gratis-Roaming, an das du dich in Italien oder Kroatien gewöhnt hast, gilt dort nicht. Wer mit dem deutschen Handyvertrag einfach losfliegt und das Datenroaming anlässt, zahlt je nach Anbieter Megabyte-Preise, bei denen schon ein paar Urlaubsfotos in der Familiengruppe richtig Kohle kosten. Weiter unten rechnen wir das mit den Tarifen von Telekom, Vodafone und o2 durch, schauen uns an, welches Netz im Kruger-Nationalpark am weitesten kommt, und sagen dir, wie viel Datenvolumen du für Stadt, Safari, Roadtrip oder Remote-Arbeit realistisch brauchst.

1

Warum ist Roaming in Südafrika so teuer?

Weil Südafrika nicht zur EU-Roaming-Zone gehört. Die Regel „Roam like at Home“ gilt laut Europäischem Parlament nur in den 27 EU-Staaten plus Island, Liechtenstein und Norwegen. Überall sonst greifen die Auslandspreise deines Anbieters, und genau da spielt die eSIM Südafrika ihren Vorteil aus.

Und die Auslandspreise haben es in sich. Die Roaming-Übersicht von Holafly nennt für Südafrika ohne gebuchte Zusatzoption diese Datenpreise, den Preis des Telekom-Pakets bestätigt teltarif.de:

Heimtarif Datenpreis ohne Zusatzoption Stand
o2 ab 1,49 € pro MB September 2026
Vodafone ca. 0,14 € pro MB September 2026
Telekom 0,79 € pro 50 KB, umgerechnet rund 16 € pro MB September 2026
Telekom mit Paket „Travel Mobil World“ 99,95 € für einen Monat, Datenvolumen aus dem Heimtarif September 2026

Quellen: Holafly (Preise pro MB) und teltarif.de (Travel Mobil World), Stand September 2026. Tagesaktuelle Preise stehen in der Roaming-Preisliste deines Tarifs.

Fairerweise muss man dazusagen: Holafly verkauft selbst eSIMs und hat ein Interesse daran, dass Roaming teuer aussieht. teltarif.de nennt keine eigenen Megabyte-Preise, rät aber ausdrücklich, vor der Reise die eigenen Konditionen für Südafrika zu prüfen, weil sie je nach Tarif stark schwanken.

Rechenbeispiel: zwei Wochen Kapstadt plus Kruger

Unser Standard-Szenario für diesen Guide: 14 Tage, halb Stadt, halb Safari, rund 6 GB Verbrauch. Rechnerisch sieht das auf Basis der Preise oben so aus (1 GB = 1.024 MB):

Option Rechnerische Kosten für 6 GB
o2 ohne Option (ab 1,49 € pro MB, Stand September 2026) 9.154,56 €
Vodafone ohne Option (ca. 0,14 € pro MB, Stand September 2026) 860,16 €
Telekom „Travel Mobil World“ (Stand September 2026) 99,95 € für einen Monat
Reise-eSIM mit 5 bis 10 GB niedriger bis mittlerer zweistelliger Eurobetrag (Anbieterangaben, Stand September 2026)

Klar, die ersten beiden Zeilen sind Theorie. Viele Anbieter kappen die Datenverbindung, sobald eine Kostengrenze erreicht ist, lange bevor so eine Rechnung im Briefkasten landet. Darauf verlassen würden wir uns trotzdem nicht. Und selbst wenn die Sperre greift, stehst du dann in Johannesburg ohne mobiles Internet da. Bei o2 oder der Telekom ohne Option hat sich eine eSIM Südafrika rechnerisch schon nach ein paar Dutzend Megabyte bezahlt gemacht.

Ehrlich gesagt gibt's einen Fall, in dem das Telekom-Paket die bessere Wahl sein kann: wenn du deine deutsche Nummer ohne zweite SIM voll erreichbar halten willst und dich mit eSIM-Installation gar nicht beschäftigen magst. Bequem ist das. Günstig nicht.

2

Welches Netz ist in Südafrika am besten?

MTN liegt landesweit knapp vorn, Vodacom dicht dahinter, Cell C weit abgeschlagen. So fasst es der Opensignal-Netzvergleich für Südafrika zusammen, für den zwischen Mai und Juli 2025 rund 34.000 Tests in Städten, Kleinstädten und auf Straßen ausgewertet wurden.

Netz Gesamtwert (Opensignal) Ø Download Einordnung
MTN 77,47 83,94 Mbit/s bester Gesamtwert, schnellster Download
Vodacom 75,09 67,02 Mbit/s knapp dahinter, laut Africa Unpacked stark im Kruger
Telkom 64,73 44,94 Mbit/s Mittelfeld
Rain 64,73 22,13 Mbit/s langsamster Download im Vergleich
Cell C 34,09 61,9 Mbit/s mit Abstand schwächster Gesamtwert

Quelle: Opensignal via BusinessTech, Messzeitraum Mai bis Juli 2025.

Spannend ist Cell C. Mit 61,9 Mbit/s lädt das Netz im Schnitt schneller als Telkom, landet im Gesamtwert aber weit hinten. Der Opensignal-Wert bündelt eben mehr als nur das Downloadtempo. Für dich heißt das: Speed-Rankings allein helfen bei der Netzwahl wenig.

Welches Netz nutzt meine eSIM?

Internationale Reise-eSIMs funken in Südafrika in aller Regel über Vodacom oder MTN. Welches Netz deine eSIM Südafrika genau nutzt, steht in den Tarifdetails beim Anbieter, meist unter „Netzwerk“ oder „unterstützte Netze“. Manche Tarife wählen automatisch zwischen mehreren Netzen. Für einen reinen Kapstadt-Trip ist das fast egal. Für den Kruger würden wir, wenn der Tarif die Wahl lässt, zu Vodacom greifen: Africa Unpacked nennt Vodacom ausdrücklich mit guter Abdeckung an den Hauptstraßen und Camps des Parks.

Warum 99 % Abdeckung nichts über den Busch verraten

Laut dem State of the ICT Sector Report 2025 der Regulierungsbehörde ICASA erreicht 4G/LTE in Südafrika 99,07 % der Bevölkerung (Stand 2024). Klingt nach Vollversorgung.

Aber gezählt wird die Bevölkerung, nicht die Fläche, und im Kruger-Nationalpark wohnt praktisch niemand. Die Zahl sagt dir viel über Kapstadt und Durban. Über das Wasserloch bei Satara sagt sie gar nichts.

3

Safari & Nationalparks: Wie gut funkt die eSIM Südafrika im Busch?

Das Netz ist besser als sein Ruf, aber sehr ungleich verteilt. Africa Unpacked nennt Südafrika das Land mit der fortschrittlichsten Telekom-Infrastruktur des Kontinents, im Kruger gibt's entlang der asphaltierten Hauptstraßen und rund um die Camps überraschend ordentliche Abdeckung. Sobald euer Guide auf eine Nebenpiste abbiegt, ist das Handy meistens nur noch Kamera. Für die eSIM Südafrika heißt das: Sie wird zum Werkzeug für die Abende im Camp, nicht für die Pirschfahrt.

Netzabdeckung im Kruger-Nationalpark nach Camp

Der Kruger-WiFi-Guide von Coworking Safari hat das Camp für Camp aufgeschlüsselt, und die Mobilfunkkarte von Krugerpark.co.za zeigt dasselbe Muster. Der Süden ist gut versorgt. Im Zentrum und im Norden gibt's einzelne Inseln, dazwischen große Lücken.

Camp Lage im Park Netz laut Coworking Safari Was du einplanen kannst
Skukuza Süden eines der besseren Camps im Park einfache Online-Erledigungen, keine kritischen Calls
Lower Sabie Süden schwankend Nachrichten ja, Meetings nicht verlässlich
Pretoriuskop Südwesten nur gelegentlich im öffentlichen Bereich kurz an der Rezeption online gehen
Satara Zentrum mit Unterbrechungen keine wichtigen Anrufe legen
Olifants / Letaba Zentrum bis Norden begrenzt, stark standortabhängig leichtes Messaging
Mopani / Tsendze Norden sehr eingeschränkt komplett offline planen

Du musst beruflich erreichbar sein? Dann wird's knifflig. Videocalls sind laut Coworking Safari in den meisten Kruger-Camps nicht verlässlich möglich, E-Mails und WhatsApp klappen dagegen oft. Für echte Arbeitstage rät der Guide sogar, außerhalb der Parktore zu übernachten. Wichtige Termine legst du am besten auf die Tage in der Stadt; für die E-Mail zwischendurch reicht die eSIM Südafrika in Skukuza meistens.

Private Reservate im Greater Kruger

Sabi Sand, Timbavati, Klaserie, Manyeleti: Die privaten Wildreservate rund um den staatlichen Park sind oft besser angebunden, weil die Lodges eigene Infrastruktur betreiben. In Safari-Communitys fällt dabei immer häufiger das Stichwort Starlink. Africa Geographic nennt den Greater Kruger ausdrücklich als Beispiel dafür, dass Mobilfunk heute auch in früher abgelegenen Gegenden ankommt.

Die Einschränkung liefert Africa Geographic gleich mit. Verbindungen in abgelegenen Regionen sind oft langsam und brechen ab, und manche Lodges verzichten bewusst auf WLAN, Stichwort Digital Detox. Wer auf die Lodge-Verbindung angewiesen ist, fragt am besten vor der Buchung nach.

Addo und Garden Route

Hier müssen wir ehrlich sein. Für den Addo Elephant National Park und die Lodges an der Garden Route haben wir keine so genauen Abdeckungsdaten gefunden wie für den Kruger. Die grobe Faustregel: Entlang der Hauptstraßen und in den Orten ist meist Netz, abseits davon kann's Lücken geben. Vodacom und MTN zeigen auf ihren Websites Abdeckungskarten. Deine eSIM Südafrika läuft in aller Regel über eines der beiden Netze, ein kurzer Blick auf die Karte lohnt sich also, bevor du eine abgelegene Lodge buchst.

Kleiner Umweg: Botswana, Namibia, Victoriafälle

Viele Safari-Reisen hängen noch ein Nachbarland dran. Dann gilt: Eine reine eSIM Südafrika funktioniert dort nicht, du brauchst ein Regionalpaket oder eine zweite eSIM. Und du solltest die Erwartungen runterschrauben. Aardvark Safaris zählt Südafrika zu den Safari-Ländern mit der besten Abdeckung, Sambia, Botswana und Namibia dagegen zu den deutlich schwächeren. Wer im Okavango-Delta auf stabiles Netz hofft, wird vermutlich enttäuscht.

So bereitest du das Handy auf Funklöcher vor

Mit ein paar Handgriffen vor der Abreise kommst du mit der eSIM Südafrika auch über die Funklöcher im Busch. Und falls die eSIM sich gar nicht erst einbucht, statt nur schwach zu funken: Die häufigsten Ursachen und Lösungen haben wir separat gesammelt.

  • Karten der Kruger-Region offline speichern, zum Beispiel in Google Maps, bevor du Kapstadt oder Johannesburg verlässt. Dann findest du den Weg zum nächsten Camp auch dort, wo das Handy keinen einzigen Balken mehr anzeigt.

  • Automatischen Medien-Download in WhatsApp abschalten. Sonst frisst ein einziger Gruppenchat voller Safari-Videos dein Volumen in dem Moment, in dem du an der Rezeption Empfang bekommst.

  • Buchungsbestätigungen, Mietwagenvertrag, Parkunterlagen und die Police der Reiseversicherung als PDF aufs Handy laden, damit du sie am Parktor oder an der Rezeption zeigen kannst, auch wenn gerade nichts lädt

  • Foto-Backup in die Cloud auf „nur WLAN“ stellen. Wer auf der Pirschfahrt ein paar hundert Bilder schießt, will nicht, dass die alle beim ersten Balken gleichzeitig hochladen und das Datenvolumen aufbrauchen, bevor die erste Nachricht durch ist.

4

Wie viel Datenvolumen brauchst du für Südafrika?

Weniger als viele denken, zumindest auf Safari. Du bist dort große Teile des Tages offline, und wo kein Netz ist, verbrauchst du auch nichts. In der Stadt sieht's anders aus: Navigation, Uber, Restaurantsuche, Instagram. Unsere Faustwerte für die eSIM Südafrika:

Reisetyp Dauer Empfohlenes Volumen
Städtetrip Kapstadt oder Johannesburg 1 Woche 3 bis 5 GB
Safari-Mix (Stadt plus Kruger oder Addo) 2 Wochen 5 bis 8 GB
Roadtrip Garden Route plus Safari 3 Wochen 10 bis 15 GB
Remote-Arbeit mit Videocalls ab 2 Wochen 20 GB und mehr oder Unlimited

Das sind Schätzwerte für typische Nutzung, keine Messungen. Wer es genauer will, findet hier, wie du dein persönliches Datenvolumen für die Reise berechnest. Für eine zweiwöchige Safari-Rundreise mit Navigation und WhatsApp, dazu ab und zu ein Foto-Upload, rechnen wir mit etwa 3 bis 5 GB reinem Verbrauch. In der Tabelle steht trotzdem mehr, weil du im Funkloch auch kein Volumen nachbuchen kannst. Ein Puffer von ein, zwei Gigabyte ist billiger als ein leerer Tarif am letzten Abend in Skukuza.

eSIM Südafrika für 30 Tage

Bei Laufzeiten um 30 Tage lohnt sich ein Blick auf die größeren Pakete ab 20 GB oder auf Unlimited-Tarife. Ab etwa vier Wochen kann auch eine lokale Prepaid-SIM von Vodacom oder MTN günstiger sein, vorausgesetzt, du nimmst die Registrierung mit Reisepass in Kauf (dazu gleich mehr). Rechne beide Varianten mit den aktuellen Preisen durch, bevor du dich festlegst.

5

eSIM Südafrika: Die Anbieter im Vergleich

Eine klare Siegerin gibt's hier nicht, und wer dir eine verkauft, verschweigt meistens das Partnernetz. Auch teltarif.de nennt für Südafrika mehrere Optionen nebeneinander, darunter Airalo, Holafly, Saily, Nomad und GigSky. Wer eine eSIM Südafrika vergleicht, schaut vor allem auf Tarifmodell und Partnernetz. Der Preis pro GB kommt noch dazu, aber der ändert sich ohnehin ständig.

Tarifmodell Anbieter (Auswahl) Passt gut, wenn … Passt eher nicht, wenn …
Feste GB-Pakete nur für Südafrika Saily, Airalo, Nomad, aloSIM, Ubigi, Yesim du einen Safari-Mix mit planbarem Verbrauch machst du täglich streamst oder remote arbeitest
Regionalpaket Afrika zum Beispiel Airalo du Botswana, Namibia oder Sambia mitnimmst du nur in Südafrika bleibst
Unbegrenzte Daten mit Fair-Use-Grenze Holafly du viel Zeit in Kapstadt verbringst und viel streamst du die halbe Reise im Busch ohne Netz bist
Lokale Prepaid-SIM oder eSIM Vodacom, MTN du länger bleibst oder eine südafrikanische Nummer brauchst du ohne Schlange und Passregistrierung online sein willst

Saily, das zu Nord Security gehört, verkauft wie die meisten in der ersten Zeile reine Datenpakete per App. Bei Nomad, aloSIM, Ubigi und Yesim ist das Prinzip für Südafrika dasselbe; da entscheiden in der Regel Preis pro GB und Partnernetz, weniger die App.

Holafly ist der bekannteste Anbieter mit unbegrenzten Daten. Der Haken bei solchen Tarifen ist oft eine weiche Obergrenze: Ab einem bestimmten Verbrauch wird gedrosselt, und Hotspot ist häufig eingeschränkt. Das steht in den Tarifbedingungen, und die solltest du gelesen haben, bevor du für eine Reise Unlimited bezahlst, auf der du die halbe Zeit ohnehin kein Netz hast.

Airalo spielt seine Stärke bei Kombireisen aus, weil es neben Länder- auch Regionalpakete gibt. Hängst du an die Kruger-Tage noch Botswana, Namibia oder einen Abstecher zu den Victoriafällen, ist ein Regionalpaket meist bequemer, als erst eine eSIM Südafrika und dann eine zweite fürs Nachbarland zu kaufen. Welche Länder genau drin sind, steht in den Paketdetails.

Einzelpreise nennen wir hier bewusst nicht. Sie ändern sich bei eSIM-Anbietern häufig, und eine Tabelle mit veralteten Eurobeträgen hilft dir weniger als der Tagespreis in der App. Zur Orientierung: 5 bis 10 GB für Südafrika lagen bei unserer Recherche im niedrigen bis mittleren zweistelligen Euro-Bereich (Anbieterangaben, Stand September 2026).

6

eSIM Südafrika oder lokale SIM-Karte kaufen?

Für die meisten Urlauber ist die eSIM Südafrika die entspanntere Wahl. Sie ist schon vor dem Abflug installiert, und eine Registrierung vor Ort entfällt. Die physische SIM-Karte hat trotzdem ihre Berechtigung, vor allem bei langen Aufenthalten oder wenn Lodges und Guides dich unter einer südafrikanischen Nummer anrufen sollen.

Dazu musst du RICA kennen. Südafrikanische SIM-Karten müssen nach dem Regulation of Interception of Communications Act, kurz RICA, mit gültigem Reisepass registriert werden. Das betrifft die Karten der lokalen Netzbetreiber, nicht die eSIM eines ausländischen Reise-Anbieters wie Saily oder Airalo.

Wo kaufen? Flughafen Johannesburg und Kapstadt oder vorab online

In den Ankunftshallen von O.R. Tambo in Johannesburg und Cape Town International findest du Shops der großen Netzbetreiber. Dort bekommst du Prepaid-SIMs samt RICA-Registrierung. Nach einem Nachtflug aus Europa heißt das allerdings: Pass raus, anstellen, warten. Wie lang die Schlange ist, hängt davon ab, wie viele Langstreckenflüge gerade gelandet sind.

Die eSIM Südafrika kaufst du dagegen vorab online und installierst sie im WLAN zu Hause. Bei vielen Anbietern startet die Laufzeit erst, wenn sich die eSIM im Zielland ins Netz einbucht. Bei einigen läuft die Uhr aber schon ab Installation, also kurz in die Bedingungen schauen.

Telefonieren und die deutsche Nummer behalten

Die meisten Reise-eSIMs sind reine Datentarife ohne eigene Rufnummer. Telefoniert wird über WhatsApp, Signal, FaceTime oder Teams, und das klappt überall dort, wo die Datenverbindung reicht. Deine deutsche SIM kannst du parallel aktiv lassen, etwa um SMS-TANs fürs Onlinebanking zu empfangen. Wichtig ist nur, dass auf der deutschen SIM das Datenroaming aus ist. Sonst zieht sich das Handy im Hintergrund doch Daten über den teuren Heimtarif. Wie die richtige Roaming-Einstellung neben deiner eSIM aussieht, haben wir separat aufgeschrieben.

Ist dein Handy eSIM-fähig?

Zwei Bedingungen: Das Gerät muss eSIM unterstützen, und es darf keine SIM-Sperre (Netzsperre) haben. Beim iPhone ist das seit XS und XR der Fall, bei vielen aktuellen Samsung-Galaxy- und Google-Pixel-Modellen ebenso. Wie du die eSIM auf Samsung- und Pixel-Geräten einrichten kannst, zeigen wir in einer eigenen Anleitung.

Ob dein Gerät eine EID anzeigt, siehst du beim iPhone unter Einstellungen, Allgemein, Info. Taucht dort eine EID auf, kann das Gerät eSIM. Und falls dir das Ganze noch neu ist: Hier steht, wie eine eSIM im Ausland genau funktioniert.

7

Unsere Empfehlung für die Safari-Saison 2026

Wenn wir es auf einen Satz runterbrechen müssten: eine Daten-eSIM Südafrika mit 5 bis 10 GB, die über Vodacom oder MTN läuft und schon zu Hause installiert ist. Das deckt die allermeisten Reisen ab, vom langen Wochenende in Kapstadt bis zur Rundreise mit drei Nächten in Skukuza. Schau vor dem Kauf in die Tarifdetails, welches Netz dahintersteckt, dann bist du auf der sicheren Seite.

Unlimited-Tarife wie Holafly lohnen sich, wenn du in der Stadt arbeitest oder viel streamst. Die Vodacom- oder MTN-SIM am Flughafen, wenn du länger als einen Monat bleibst oder eine lokale Nummer brauchst. Und das Telekom-Paket für 99,95 € (Stand September 2026), wenn dir Bequemlichkeit so viel wert ist.

Und das Funkloch am Wasserloch? Ist vielleicht gar nicht das Problem, für das es alle halten. Die eSIM Südafrika darf dort ruhig mal Pause machen. Kann gut sein, dass genau die Stunde ohne Empfang die ist, an die du dich später am längsten erinnerst.

8

Häufig gestellte Fragen

Welche eSIM ist die beste für Südafrika?

Welche eSIM Südafrika die beste ist, hängt von deiner Route ab, eine Universal-Empfehlung für alle Reisen gibt's nicht. Für die meisten Safari-Reisen passt eine reine Daten-eSIM mit 5 bis 10 GB, die über Vodacom oder MTN läuft. Wer viel im Kruger-Nationalpark unterwegs ist, fährt mit Vodacom als Partnernetz meist gut. Für viel Streaming in Kapstadt kann ein Unlimited-Tarif wie Holafly sinnvoll sein.

Habe ich mit einer eSIM im Kruger-Nationalpark Empfang?

An den großen Camps im Süden wie Skukuza meist ja. Weiter nördlich wird es dünn, für Mopani und Tsendze solltest du offline planen. Auf den Pirschfahrten selbst ist oft gar kein Netz. Deine eSIM Südafrika funktioniert dort genauso gut oder schlecht wie eine lokale SIM, weil sie dieselben Masten nutzt.

Kann ich mit einer Reise-eSIM in Südafrika telefonieren?

Die meisten Reise-eSIMs sind reine Datentarife ohne eigene Rufnummer. Telefonieren klappt trotzdem über WhatsApp oder FaceTime. Brauchst du eine südafrikanische Nummer, etwa für Rückrufe von Lodges oder Guides, ist eine lokale SIM von Vodacom oder MTN die bessere Wahl.

Brauche ich für eine eSIM in Südafrika eine RICA-Registrierung?

Für die eSIM eines ausländischen Reise-Anbieters wie Saily oder Airalo nicht. Die RICA-Pflicht mit Reisepass gilt für SIM-Karten der südafrikanischen Netzbetreiber, also zum Beispiel für die Prepaid-SIM vom Vodacom- oder MTN-Shop am Flughafen.

Gilt das EU-Roaming auch in Südafrika?

Nein. „Roam like at Home“ gilt nur in der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen. In Südafrika zahlst du die Auslandspreise deines Anbieters. Ohne Zusatzoption sind das laut Holafly zum Beispiel ab 1,49 € pro MB bei o2 und 0,79 € pro 50 KB, also rund 16 € pro MB, bei der Telekom (Stand September 2026).

Wie viel Datenvolumen brauche ich für zwei Wochen Südafrika?

Für einen Safari-Mix aus Stadt und Nationalpark rechnen wir bei der eSIM Südafrika mit 5 bis 8 GB inklusive Puffer. Auf Safari verbrauchst du wenig, weil du oft offline bist. In Kapstadt oder Johannesburg ziehen Navigation, Uber und Social Media deutlich mehr. Wer remote arbeitet, sollte eher 20 GB oder einen Unlimited-Tarif einplanen.

Quellen

  1. Aardvark Safaris aardvarksafaris.com
  2. Europäischem Parlament europarl.europa.eu
  3. Holafly esim.holafly.com
  4. teltarif.de teltarif.de
  5. Opensignal-Netzvergleich für Südafrika businesstech.co.za
  6. Africa Unpacked africaunpacked.com
  7. ICASA icasa.org.za
  8. Kruger-WiFi-Guide von Coworking Safari coworkingsafari.com
  9. Mobilfunkkarte von Krugerpark.co.za krugerpark.co.za
  10. Africa Geographic africageographic.com

Ähnliche Beiträge